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Mehrfachbeauftragung "Wohnen im Park" Keltenstraße in Wörth

Mehrfachbeauftragung "Wohnen im Park" Keltenstraße in Wörth

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Auslober / Verfahren:

VOLKSWOHNUNG GmbH, Mehrfachbeauftragung

Visualisierung:
Andreas Stuchlik, Karlsruhe

Wettbewerbsaufgabe:

Das Wohngebiet Keltenstraße liegt im Stadtteil Wörth und ist von einer viergeschossigen Zeilenbebauung aus den Baujahren 1965/66 geprägt. Das Areal umfasst eine Gesamtfläche von ca. 35.000 m2 und grenzt im östlichen Bereich an den Bürgerpark.

Aufgrund der geringen Flächenausnutzung des Gebietes beabsichtigt die WOHNBAU WÖRTH eine städtebauliche Nachverdichtung mit Wohngebäuden. Um die Attraktivität des Standorts zu erhöhen, soll zugleich die Sanierung der Bestandsgebäude vorgenommen werden, die im Zusammenhang mit dem architektonischen Gesamtbild des Gebietes zu betrachten ist. Ein attraktives Wohnumfeld, das im jetzigen Zustand durch die Anordnung von Garagenhöfen und undefinierten Freiflächen dominiert wird, soll geschaffen werden. Ziel der WOHNBAU WÖRTH ist es, qualitativen und bezahlbaren Wohnraum, sowohl zur Miete als auch als Eigentum, zur Verfügung zu stellen.

Konzept:

Das aus den 1960er Jahren stammende Wohngebiet "Keltenstraße" mit den gleichförmigen, viergeschossigen Zeilenbauten erhält seine besondere Qualität und Identität durch die unmittelbare Nähe zum benachbarten Bürgerpark, welche sich in der Weitläufigkeit und den zahlreichen Grünflächen innerhalb der Anlage wiederspiegelt.

Unser Ziel für die geforderte Aufgabenstellung ist es, einen Grad an neuer Bebauung zu erzielen, der wirtschaftlich rentabel ist und gleichzeitig den Charakter vom Wohnen am Park erhält bzw. diesen noch verstärkt.

Die bestehende Wohnanlage zeichnet sich zudem dadurch aus, dass es nur einen Haustyp gibt, der lediglich in der Gebäudelage variiert wird. Dieser klaren Struktur begegnen wir mit der ebenso klaren Maßnahme, lediglich einen "Baustein" hinzuzufügen, um so die ruhige Ausstrahlung des Wohngebiets zu unterstreichen.

Der neue Gebäudetyp ist in seiner Grundstruktur flexibel und so entwickelt, dass er sämtliche Anforderungen an die Miets- und Eigentumshäuser bedienen kann.

Ein neues Außenraumkonzept verleiht den Freiflächen hohe Aufenthaltsqualität und beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, den Bürgerpark stärker als bislang in das Wohngebiet hinein zu erweitern. Die Außenanlage wird daher in ihrer Art komplett überarbeitet, einzig die Keltenstraße bleibt in ihrer Lage unangetastet. Das Areal wird im äußeren Erscheinungsbild stärker dem benachbarten Park angepasst, so dass aus dem "Wohnen am Park" ein "Wohnen im Park" wird.

Ein neues Netz gleichwertiger Fußwege wird zwischen den bestehenden und neuen Wohnhäusern aufgespannt, die Wegeführung orientiert sich dabei an den Bewegungslinien der Bewohner. Das gesamte Wegenetz wird mit den aus dem Bürgerpark kommenen Wegen zusammengeführt. An den Weggabelungen entstehen über das gesamte Gebiet verteilt kleine Plätze, die mit Sitzgelegenheiten und Spielplätzen zu Aufenthaltsbereichen aufgewertet werden.

Für die Unterbringung von Fahrrädern erhält jedes Wohnhaus im Außenbereich in der Nähe der Eingangstür überdachte Abstellbereiche, die sich hinsichtlich der Größe dem Bedarf des jeweiligen Hauses anpassen. Auch die Müllcontainer finden in diesen Baukörpern aus Sichtbeton Platz, sie werden im Gegensatz zu den Fahrrädern jedoch hinter Schiebeelementen aus Holz als Sichtschutz platziert.

Die geforderten Privatgärten für die Erdgeschoss-Wohnungen fügen sich ohne aufwändige bauliche Maßnahmen und Einfriedungen in die parkartige Grünanlage ein. Daher sind Änderungen und Anpassungen der einzelnen Zuschnitte jederzeit möglich. Die Darstellung in den Plänen ist somit exemplarisch zu verstehen.