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Architekturschaufenster in Karlsruhe

Architekturschaufenster in Karlsruhe

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Fotografie:
Stephan Baumann, Karlsruhe
Bauvorhaben:
Umbau eines Ladengeschäftes zum "Architekturschaufenster" in Karlsruhe

Projektbeschreibung:

Die Bezirksgeschäftsstelle der Architektenkammer in Karlsruhe war jahrelang mehr oder weniger anonym im 5. OG eines Karlsruher Geschäftshauses untergebracht.Der Bevölkerung war es nicht möglich, die Berufsvertretung der Architekten in der Stadt wahrzunehmen, umgekehrt war es der Architektenkammer auch nicht möglich, mit den Bürgern über die Geschäftsstelle in Kontakt zu treten.

Daraus entwickelte sich der Gedanke, eine "Location" für die Architekten dieser Stadt zu finden und so zu etablieren, dass ein Dialog mit der Stadt, den Bürgern möglich wird.

Mit der Möglichkeit einen Laden mit Schaufensterfläche in der Innenstadt zu mieten, entstand das "Architekturschaufenster".

Hier findet nun nicht nur die Geschäftsstelle ihren festen Platz, sondern ermöglicht mit dem Ausstellungs- und Seminarraum ein sich ständig wechselndes Programm mit Fortbildungen, Seminaren, Symposien, Ausstellungen u.s.w., für Architekten und Nichtarchitekten anzubieten.

Unsere Aufgabe war es, mit minimalem Budget aus einem unansehnlichen Elektronikmarkt eine repräsentative Räumlichkeit für Architekten zu schaffen.

Durch die Rückführung der ursprünglichen Substanz des Gebäudeensembles entwickelte sich ein reizvolles Gegenüber von Alt und Neu. Die Epochen des Gebäudes bestehend aus Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude, die teilweise im Krieg schwer beschädigt und danach in anderer Form wieder aufgebaut bzw. ausgebessert wurden, sind zu Tage gekommen und wurden in das Konzept übernommen.

Es entstand ein ca. 7 m schmaler, über 60 m langer Raum.Diese ungewöhnliche Geometrie war das Besondere und somit unser Entwurfsthema. Wir verstärkten die Länge durch den durchgehenden Parkettboden, die abgependelten Lichtschienen und die rahmenlosen Oberlichtverglasungen. Eine alte, freigelegte Dachverglasung am Ende des Raumes war uns sehr willkommen, da wir dadurch den Blick bis in die letzte Ecke führen konnten. Alle alten Wände, verputzt und unverputzt, wurden weiß, alle neuen Wände schwarz, also entmaterialisiert und untergeordnet.